Willkommen auf Stephan Jacobs Köln

© Antje Kern

27. Juli 2026: Barrierefreiheit umsetzen ist wie Muffins backen

Ist Dir das auch schon einmal passiert?

Du hast ein Rezept, zum Beispiel für Muffins. Du bist sicher, dass sie richtig gut werden, rührst den Teig an und füllst ihn in die Formen. Erst sieht alles ganz normal aus. Aber im Backofen gehen die Muffins nicht richtig auf und geschmacklich sind sie auch nicht so, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Genauso geht es oft mit Barrierefreiheit.

Barrierefreiheit umsetzen ist wie Muffins backen

Auf den ersten Blick sieht vieles fertig aus. Die Website hat Kontraste, das Formular hat Labels, das Gebäude hat eine Rampe. Trotzdem scheitert die Nutzung in der Praxis. Eine Zutat fehlt, oder das Zusammenspiel stimmt nicht.

Genau das meine ich, wenn ich sage: Barrierefreiheit umsetzen ist wie Muffins backen. Das Rezept allein reicht nicht. Es kommt auf die richtige Reihenfolge, das Zusammenspiel und den Blick fürs Detail an.

Deshalb bekommst Du von mir regelmäßig einen Newsletter mit gut verständlichen, lebenspraktischen Impulsen rund um ganzheitliche Barrierefreiheit.

Ich meine damit drei Bereiche, die in der Praxis zusammengehören: digitale Barrierefreiheit, analoge Barrierefreiheit und die Frage, ob Mitarbeitende das richtige Verständnis und das passende Mindset mitbringen. Barrieren entstehen nicht nur auf Websites, in Gebäuden oder in Abläufen. Sie entstehen auch in den Köpfen. Wenn diese Hürden nicht abgebaut werden, funktioniert Barrierefreiheit oft nur auf dem Papier.

In meinem Newsletter geht es deshalb nicht um einzelne Anforderungen oder isolierte Maßnahmen. Es geht darum, Geschäftsprozesse so zu gestalten, dass Menschen mit Behinderungen Angebote möglichst selbständig, sicher und ohne unnötige Hürden nutzen können.

Für viele Menschen beginnt Barrierefreiheit schon zuhause, bei der Recherche, bei der Terminbuchung, beim Kontaktformular oder beim Lesen von Informationen. Danach setzt sie sich an vielen weiteren Kontaktpunkten fort, zum Beispiel beim Zugang zu einem Gebäude, bei der Orientierung vor Ort oder im Gespräch mit Mitarbeitenden.

Du bekommst von mir in den nächsten Ausgaben Einblicke in typische Hürden, praktische Beispiele aus verschiedenen Branchen und Hinweise, wie Barrierefreiheit planbar, alltagstauglich und wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.

Was ist Dein Muffin-Moment?

Wo sah bei Dir schon einmal etwas barrierefrei aus und hat in der Praxis trotzdem nicht funktioniert? Schreib mir gern, welches Beispiel Dir dazu einfällt. Ich greife spannende Beispiele in einer der nächsten Ausgaben auf, auf Wunsch anonymisiert.

Ich bin auf der Zukunft Personal Europe

Vom 15. bis 17. September 2026 findet die Zukunft Personal Europe in der Koelnmesse statt. Kurz danach findet vom 23. bis 26. September 2026 die RehaCare in Düsseldorf statt. Ich bin auf beiden Messen als Fachbesucher dabei. Wenn Du auch dort bist, können wir uns gerne zu einem Gespräch verabreden.

Praxistipp: Sag, was Du zeigst

Im Gespräch mit sehenden Menschen ist es normal, auf etwas zu zeigen und dabei Wörter wie „hier“ oder „da“ zu benutzen. Auch in Online-Präsentationen oder Video-Tutorials passiert das ständig. Für blinde oder stark sehbehinderte Menschen fehlen dann oft genau die Informationen, die eine Aussage verständlich machen.

Achte einmal bewusst darauf, was andere sagen und was Du selbst so formulierst. Überlege, welche Information Dir fehlen würde, wenn Du das Gezeigte nicht sehen könntest. Oft reichen schon wenige zusätzliche Worte, damit aus einer unklaren Aussage eine verständliche Beschreibung wird.

Herzliche Grüße aus Köln Dellbrück,
Stephan Jacobs