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Rollfiets-Touren von Neuharlingersiel aus in die Umgebung

Tourbericht über das Frühjahrstreffen 2015 des Rollfiets-Clubs

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Gruppenfoto der Teilnehmer mit Rollfietsen von Klaus Pleiß

Autor Achim Odenthal

Unsere diesjährige Frühjahrstour führte uns nach Neuharlingersiel an die Nordsee. Wir hatten im DJH-Resort rechtzeitig genügend Zimmer gebucht, weil sich 22 Teilnehmer angemeldet hatten.

Schon bei der Ankunft am Donnerstag, den 14. Mai 2015 haben wir gemerkt, dass es sich bei diesem Haus nicht um eine “normale“ Jugendherberge handelt. Der Empfang war überaus freundlich und es wurde – soweit wie möglich – auf jeden Wunsch eingegangen.

Nachdem im Laufe des Nachmittages alle Teilnehmer zu Kaffee und Kuchen eingetroffen waren, haben wir uns nach dem ersten gemeinsamen Abendessen zu einem gemütlichen Beisammensein in der Lounge getroffen. Diese wurde quasi unser Aufenthaltsraum.

Das Essens-Buffet zum Abendessen muss man erlebt haben. Wer da nichts für sich findet, wer da nicht satt wird, dem ist nicht zu helfen. Egal ob Vegetarier oder Muslim, an alle wird gedacht; selbst Baby-Nahrung und ein Extra-Kinder-Buffet stehen bereit.

Erwin – als Vorsitzender – hielt zunächst eine Begrüßungsrede und dann wurde die Tour für Freitag besprochen. Familie Müller war bereits seit Montag “im hohen Norden“ und ließ es sich nicht nehmen, die Möglichkeiten zum Radfahren auszukundschaften. An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank an Heinz, Gunhild und Marius. Unsere Entscheidung für die erste Tour fiel auf Bensersiel

Nach einem ausgedehnten Frühstück ging es am Freitag bei einer frischen Brise und Temperaturen um 12 bis 14 Grad am Meer entlang nach Bensersiel. Die Deichstrasse hatte eine gewisse Schräge, so dass das Fahren mit den Fietsen nicht ganz einfach war. Plötzlich, nach circa vier Kilometern konnte Friedhelm Winkler das Fiets, indem Annette gefahren wurde, nicht mehr halten und stürzte mit dem Rollfiets um. Zum Glück haben beide keine Verletzungen erlitten und alle konnten die Tour nach kurzer Verweildauer fortsetzen.

In Bensersiel wurde eine Erholungspause eingelegt. Zurück ging es windgeschützt vor dem Deich zurück nach Neuharlingersiel zum Mittags-Buffet. Nach 25 Kilometern radeln bei leichtem Wind und Meeresluft hatten wir reichlich Appetit und die nett angerichteten Speisen hielten kaum einen zurück. Diät geht auch nächste Woche noch.

Nachmittags machten wir dann noch eine Rundtour durch Neuharlingersiel und dem angrenzenden Hafen.

Nach dem hervorragenden Abend-Buffet saßen wir wieder gemütlich beisammen, unterhielten uns über dies und das – insbesondere über die gemachten Touren und die geplante Tour für den nächsten Tag, am morgigen Samstag.

Am nächsten Tag ging es dann bei kühlem Wetter mit 8 Grad und bewölktem Himmel mit den Rädern auf nach Carolinensiel. Die Strecke von circa 20 Kilometern konnten wir auf einem schön angelegten Radweg fahren.

Von Carolinensiel ging es am Hafen entlang nach Harlersiel. Dort machten wir im Strandhaus eine kleine Pause. Jeder auf seine Weise wählte als Snack Eis, Kaffee, Kuchen oder einen kleine warme Zwischenmahlzeit. Hiernach wollten wir uns langsam auf den Heimweg zur Jugendherberge machen.

Aber als wir aus dem Strandhaus zu den Rädern gingen, sahen wir dunkle Wolken aufziehen und die ersten Nieseltropfen sorgten dafür, dass wir uns alle vor dem Start die Regensachen anzogen. Diese Vorsichtsmaßnahme verscheuchte den Regen so sehr, so dass wir trocken, aber mit ständigen Seitenwind die Rücktour antreten konnten.

Den Nachmittag konnte dann jeder so verbringen wie er wollte. Die Einen wählten noch einmal eine kleine Tour, die anderen nahmen das Angebot der Jugendherberge an, ein Fußballspiel auf dem überdimensionalen Fernseher zu sehen und eine andere Gruppe ließ es sich bei Kaffee und Kuchen gut gehen.

Für den Abend hatte die Jugendherberge auf dem großen Innenhof (Marktplatz) einen Grillabend geplant. Da sich das Wetter aber weiter zuzog und draußen es eher ungemütlich war, wurde das Grillen nach Innen in den Speise-Raum-Bereich verlegt. Die Auswahl an Fleisch, Salaten und sonstigen Zutaten war einfach unschlagbar.

Wie sinnierte ein Gast laut? Der Chefkoch muss als Kind, eventuell auf Klassenfahrten ein traumatisches Erlebnis punkto Essen in Jugendherbergen gehabt haben und hat sich aus diesem Grund vorgenommen: Wenn ich groß bin, werde ich Koch und zeige Allen, dass es auch in Jugendgästehäusern Sterne-Essen geben kann.

Nach diesem, für uns letztem Abendessen, saßen wir wieder gemütlich in der Lounge zusammen. Erwin hatte es sich nicht nehmen lassen, Weine aus dem Weingut seines Neffen mit zu bringen. Auch Familie Winkler hatte ein paar Weine im Gepäck und so wurde eine spontane Weinprobe veranstaltet. Das Personal der Jugendherberge war so freundlich, uns edle Weingläser zur Verfügung zu stellen. Wasser und sonstige Softgetränke wurden gratis dazu serviert … wir waren ja in einer Herberge “all inclusive“.

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht oder vortrefflich streiten und so wurde nach der Fachsimpelei das Fazit gezogen: es gibt nur zwei Sorten Wein … Schmeckt oder Schmeckt-Nicht

Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle den Spendern und an die probierfreudigen Mitglieder.

Am nächsten Tag, dem Sonntag, ging es dann leider nach dem Frühstück für die meisten wieder Richtung Heimat. Der Abschied fiel uns besonders schwer. Die wirklich tollen Tage, die Jugendherberge mit dem ausgezeichnetem Service, dem immer erreichbaren freundlichen Personal und dem leckeren Essen lassen Wünsche nach einem längeren Aufenthalt aufkommen.

Wir werden sicher wiederkommen.

Aber zunächst bereiten wir uns auf die kommende Herbst-Tour vor und freuen uns über die Bereitschaft von Peter und Doro Wild, diese in Wegberg vorzubereiten. Wir werden dabei sein – Ihr auch?

Kontakt zum Rollfietsclub

Erwin Wechsler
Am Markt 1
67593 Westhofen
Telefon: 06244 / 260
E-Mail: wechsler-erwin ( ad ) t-online.de

Published inRund ums Rad
© Copyright by Stephan Jacobs 2015