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Fahrradurlaub – auch für Behinderte

In dem Maße, wie behinderte Menschen dank ihnen gemäßer Fahrradkonstruktionen allein oder zusammen mit Nichtbehinderten per Rad mobil sein können, eröffnen sich ihnen auch Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung mit dem Fahrrad. Irmgard Berger beschreibt Möglichkeiten und gibt Tipps, wie auch Behinderte einen Fahrradurlaub vorbereiten und durchführen können.

Dabei stehen Behinderte erst einmal vor den gleichen Problemen wie nichtbehinderte Radler:

Bestimmte Wegstrecken sind aufgrund des Verkehrsaufkommens, wegen Steigungen und so weiter beschwerlich, gefährlich oder unangenehm zu befahren.

Das Wetter kann einem mit Kälte, Hitze, Nässe und starkem Wind arg zusetzen. Gepäck erschwert das Fortkommen. Die Mitnahme von Gepäck ist je nach deren Art und Gewicht zwangsläufig begrenzt.

Die vorgenannten Probleme treffen behinderte Radler allerdings oft in verschärfter Form, weil zum Beispiel

  • bei einem Rollfiets-Gespann mit einem Tetraplegiker (Querschnittgelähmten) und einem Nichtbehinderten einer buchstäblich für zwei Personen einen Berg hochstrampeln oder gegen den Wind ankämpfen muss
  • ein gelähmter Mensch wegen mangelnder Bewegung an bestimmten Gliedmaßen mehr unter Kälte und Nässe leidet
  • ein Behinderter, der sich mit großen Anstrengungen selbst fortbewegt, nicht noch schweres Gepäck transportieren kann
  • ein Zweiergefährt in der Regel nur so viel Gepäck aufnehmen kann wie ein normales Fahrrad

Darüber hinaus kommen bei schwer mobilitätsbehinderten Personen noch spezielle Probleme hinzu – beispielsweise bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten. Wo finden sich behindertengerechte Zimmer, wie kommt man mit den Sanitäranlagen zurecht? und so weiter… Diese Schwierigkeiten bedeuten dennoch nicht das Aus für den Fahrradurlaub. Vielmehr muss man sich etwas einfallen lassen, Kompromisse machen, überlegen, wie sich mit gegenseitiger Hilfe die kritischen Situationen meistern lassen. Dabei kann ein „Fahrradurlaub“ ganz unterschiedlich aussehen:

Natürlich gibt es Radurlaub in der Form, dass man zuhause seinen Drahtesel bepackt, losradelt und während der ganzen Reise kein anderes Verkehrsmittel nutzt – ob man nun „nur“ in die nächste landschaftlich schöne Gegend fährt oder um den halben Globus. Man sollte es nicht glauben – aber es gibt schwer behinderte Menschen, für die das Fahrrad als Urlaubsvehikel selbstverständlich ist und die mit ihren erstrampelten Reisestrecken und Tagesetappen keinesfalls hinter nichtbehinderten Radlern zurückstehen.

Aber nicht jeder kann es so handhaben. Fahrradurlaub kann vielmehr auch heißen, dass man mit einem öffentlichen oder privaten Verkehrsmittel sein Ferienziel ansteuert und nur vor Ort ein Fahrrad einsetzt. Dies enthebt den Reisenden bestimmter Probleme und Mühen, wirft andererseits natürlich Fragen nach Transport- beziehungsweise Leihmöglichkeiten für Fahrräder auf.

Als dritte Urlaubsvariante sollen hier noch organisierte Fahrradreisen in Gruppen angesprochen werden – üblicherweise werden solche Gruppen von einem Reiseleiter und einem Fahrzeug begleitet, dass das Gepäck und je nach Bedürfnis auch Radler und Räder aufnimmt und befördert. Klar ist, dass eine solche Reiseform mehr Sicherheit bei technischen Schwierigkeiten und mehr Komfort bietet. Für körperlich weniger geübte und für behinderte Menschen ist es attraktiv, dass man im Zweifelsfall immer wieder auf das Service-Fahrzeug zurückgreifen kann. Im Gegenzug muss man allerdings Einbußen des individuellen Spielraums hinnehmen und kann nicht wie Einzelradfahrer spontan und täglich neu über Route, Ziel und Tempo entscheiden. Und während sonst die Radreise eine hinsichtlich der Fahrtkosten enorm kostengünstige Lösung darstellt, muss man bei diesen organisierten Touren in der Regel mit Pauschalpreisen um 75 bis 100 Euro pro Tag rechnen, was insbesondere für mehrköpfige Familien den Rahmen des Möglichen überschreiten kann.

Eine kostengünstigere Alternative hierzu sind Reiseveranstalter, die nur den Gepäcktransport und die Hotelbuchung übernehmen. So erhält der Reisende mehr Entscheidungsspielraum und Unabhängigkeit. Dies ist besonders für Behinderte interessant, die sich mit ihren speziellen Bedürfnissen in einer Reisegruppe schwer tun.

„Urlaub mit dem Fahrrad? Aber sofort! Wir gehen jedes Jahr nach Möglichkeit mehrmals auf Tour. Und ein Auto – so etwas besitzen wir gar nicht.“ So reagiert Willy, der erste, den ich nach seinen Erfahrungen mit Radreisen befrage. Mit Staunen höre ich von Fahrten durch das Münsterland, in die Niederlande, im Bodenseegebiet und sogar in das europäische Ausland. Willy und seine Frau sind ein eingespieltes Tandemteam und schrecken weder vor ganz spontanen Aktivitäten noch vor Bergstrecken oder Tagesetappen von 100, ja 120 Kilometer zurück. 6.000 in der Freizeit gefahrene Fahrradkilometer pro Jahr sind für sie nichts Besonderes. Wenn man ihre Berichte hört, vergisst man schnell, dass solche Touren für Willy allein völlig unmöglich wären – denn er ist seit 15 Jahren blind.

Blinde auf dem Tandem – das ist wohl die Form des Radfahrens und Radreisens behinderter Menschen, die zuerst entwickelt wurde und die sich inzwischen schon recht breiter Nutzung erfreut. An verschiedenen Orten gibt es Tandem-Clubs aus Sehbehinderten und Sehenden, und nicht, zufällig entstanden in diesem Bereich die ersten Kontakte zwischen dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und Behindertenorganisationen.

Aber das Tandemfahren empfiehlt sich auch für Menschen mit anderen Behinderungen, sei es für geistig Behinderte, für Menschen mit Störungen von Gleichgewicht und Orientierung oder auch für Personen, bei denen wegen chronischer Er­krankungen, schwerer Operationen oder ähnlichem die Kraft zum Solofahren nicht reicht.

Wie hilfreich das Tandem in einem solchen Fall sein kann, erfahre ich von Dorothee und Klaus. Eine schwere Lungenkrankheit machte der sportlichen Radlerin und Seglerin Dorothee jäh einen Strich durch die Rechnung. Inzwischen verbietet sich für sie nicht nur jede größere Anstrengung, sondern schon ein Fußweg auf ebener Strecke von mehr als 500 Meter Länge übersteigt ihre Kräfte. Urlaub im Rollstuhl wäre die logische Konsequenz. Aber bisher ist die Familie auch so klargekommen – mit Hilfe ihres Tandems.

Der Bastler Klaus hat das Tandem so umgerüstet, dass er auch bei Steigungen in entsprechend gemütlichem Tempo das Fahrzeug und zwei Personen voranbringen kann. Die beiden unternehmen auf diese Weise zusammen mit ihrem Sohn sowohl mehrtägige Radtouren wie auch weite Reisen.

Mehr noch als für Nichtbehinderte empfiehlt sich für Menschen mit Handicap die kombinierte Nutzung des Rades und anderer Verkehrsmittel bei Urlaubsreisen. Allerdings lässt sich die Frage, wie man denn das Fahrrad zum Einsatzort transportiert, nicht immer einfach lösen. Willy und seine Frau zum Beispiel nutzen oft die Bahn für weite Strecken und lassen ihr Tandem im Gepäckwagen mitreisen. Wie sehr viele andere Fahrradfreunde haben sie allerdings dabei schon negative Erfahrungen gemacht.

Beim Fahrradtransport durch die Deutsche Bahn gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Falträder können einfach als Handgepäck mit in den Zug genommen werden.

Normale Einzelräder und auch Falt-Tandems dürfen in allen Zügen des Nahverkehrs bei Entfernungen bis 100 Kilometer im Gepäckwagen oder sofern keiner vorhanden ist, im Einstiegsbereich des Zuges mitgenommen werden, wenn dieser Platz nicht bereits belegt ist und der Schaffner dies gestattet. Dafür muss eine Fahrradkarte gelöst werden.

  • Da sich das Angebot der Fahrradmitnahme im Fernverkehr von Fahrplan zu Fahrplan jedes Jahr ändert und für Tandems und Dreiräder darüberhinaus Ein­schränkungen bestehen, sollte man sich rechtzeitig vor der Fahrt bei der Bahnauskunft oder im Reisebüro erkundigen. Für Tandems sind zwei Fahrradkarten erforderlich.
  • Das Fahrrad kann auch wie separates Reisegepäck im voraus verschickt werden, was allerdings mit Risiken behaftet ist wie verspätete Lieferung am Zielbahnhof und Beschädigung des Fahrrads durch den Transport und außerdem teurer als die Fahrradmitnahme ist. Wenn man am Ankunftsort auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel angewiesen ist, können solche Pannen die ganze Urlaubsplanung zunichte machen. Für defekte oder ganz verschwundene Spezialräder, wie viele Behinderte sie benutzen, gibt es dann noch weniger Reparaturmöglichkeiten oder gar Ersatz als für Standard-Räder. Dass die Bahn für Schäden haftet, ist auch kein Trost, wenn der Urlaub praktisch ins Wasser fällt.

Angesichts der Versäumnisse der Bahn steigen viele Reiseinteressenten auf Busse um. Im Stauraum für Gepäck lassen sich sowohl normale Räder wie auch zum Beispiel Tandems transportieren – natürlich nur in begrenzter Zahl. Für größeren Radler-Ansturm hat nicht zuletzt der ADFC Angebote entwickelt. Mit seinem Fahrradbus werden von Juni bis September Radler und Räder in verschiedene euro­päische Länder befördert. Viele Reiseunternehmen organisieren Pauschalreisen mit Fahrradbeförderung im hinteren Teil ihrer Busse oder in separaten Rad-Anhängern.

Je mehr Menschen mit Behinderungen auf diese Weise auf Tour gehen, umso mehr werden sich Reiseveranstalter und Fahrzeughersteller auf ihre Bedürfnisse einstellen.

Auch wenn der ADFC grundsätzlich nicht der individuellen Motorisierung das Wort redet, so gilt es anzuerkennen, dass für viele Menschen mit Handicap das private Auto (gegebenenfalls mit Spezialvorrichtungen) derzeit das am ehesten zu Mobilität verhelfende Verkehrsmittel darstellt. Insofern liegt es für einen großen Teil der behinderten Radreise-Interessenten nahe, die Hauptstrecke ihrer Reise mit dem Personenkraftwagen zu überbrücken und das Fahrrad dabei mitzunehmen. Geräumige Wagen oder Kleinbusse sind hierfür natürlich ideal. Aber auch der Radtransport auf dem Autodach oder – je nach Fahrzeug – das Zerlegen eines Velos oder einer Rad-Rollstuhl-Kombination ermöglichen in vielen Fällen die Mitnahme. In schwierigen Fällen wird man auf einen kleinen Anhänger oder eine Sonderkonstruktion angewiesen sein.

Als Beispiel sei hier der Spezial-Dachgepäckträger für Erwachsenen-Dreiräder der Firma Heiko Mende aus Hamminkeln erwähnt.

Da man das Rad sicher nicht nur für eine kurze Reise, sondern häufiger im Alltag per Personenkraftwagen transportieren will, wird man einen gewissen Aufwand für eine leichter bedienbare Vorrichtung in Kauf nehmen – für die Kosten stehen einem Behinderten möglicherweise, wie für das Spezialrad, Zuschüsse zu.

Es gibt natürlich neben der Mitnahme eines eigenen Drahtesels noch eine ganz andere Möglichkeit: Das Anmieten eines Rades am Urlaubsort.

Im Zuge der Propagierung von Fahrrädern als umwelt-freundliche und gesund­heitsfördernde Verkehrsmittel sind vielerorts Fahrradvermietungen eingerichtet worden. Die Deutsche Bahn vermietet zum Beispiel an über 260 Bahnhöfen Fahrräder. An behinderte Menschen wurde dabei oft nicht gedacht. Vereinzelt findet man aber doch Tandems, Dreiräder oder stabil auf der Straße stehende Gefährte mit zwei nebeneinander angeordneten Rädern, darunter auch wenige mit komfortablen Sesselsitzen, Gepäckablage, Kindersitz und anderem. Hier kann sicher auch mancher Mobilitätsbehinderte ein Fahrrad entdecken, das für seine Bedürfnisse geeignet ist. Gezielte Angebote von Fahrradvermietern an behinderte Radfahrer bilden bisher noch die Ausnahme.

Ganz bewusst an behinderte Radler adressierte Vermiet-Angebote sind recht selten. Von den einschlägigen Anbietern seien zum einen hier die „Münsterland Touristik Grünes Band“ beziehungsweise die mit ihr zusammengeschlossenen örtlichen Verkehrsvereine und Vermieter sowie ein kleiner privater Anbieter aus Dortmund, Rikania Reisen, herausgegriffen.

Das Münsterland, traditionell fahrradfreundlich und am Fremdenverkehr interessiert, hat seit jeher seinen Gästen die Erkundung seiner Burgen und Landschaften per Fahrrad (auf sogenannten „Pättkes“) nahegelegt. Zu diesem Zweck bieten die einzelnen Verkehrsvereine eine Reihe organisierter Touren mit vorher gebuchten Übernachtungsquartieren, kulinarischen Genüssen, Bootsfahrten, Unterhaltungsaktivitäten und im Preis inbegriffenen Leihrädern an. Vor wenigen Jahren wurden die diesbezüglichen Prospekte und Kataloge des Fremdenverkehrsverbandes „Münsterland Touristik Grünes Band“ in Steinfurt um die Broschüre  „Reisetipps für Behinderte im Münsterland“ ergänzt. Sie verzeichnet Informationen über behindertengerechte Speiselokale, Hotels, Sehenswürdigkeiten, über Kurangebote für bestimmte Krankheits- und Behinderungsbilder, über Ausflugsrouten und Verkehrsmittel sowie über eine Reihe von Veranstaltungsangeboten, die sich insbesondere an behinderte Interessenten wenden. Darunter sind auch Touren, bei denen Fahrräder zum Einsatz kommen. Für Menschen mit Behinderungen sollen laut Broschüre sowohl Tandems als auch vereinzelt Rollfiets zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist die Rede von „Riesentandems“. Es handelt sich hierbei um überdachte, pedalbetriebene Fahrzeuge mit bis zu 14 Plätzen.

Auf den letzten Seiten der Broschüre für behinderte Münsterland-Interessenten folgt eine Adressenliste von Fahrradverleihstationen. Einige sind privat beziehungsweise einzelnen Hotels und Gasthöfen angeschlossen, andere werden von örtlichen Verkehrsvereinen betrieben.

Der Verkehrsverein in Haltern stellt zum Beispiel Blinden und anderen behinderten Menschen die Tandems kostenlos zur Verfügung – Anruf genügt. In Haltern hat auch jemand, der ohne Begleiter anreist, die Chance, sich per Tandem durchs Münsterland zu bewegen, denn auf Wunsch wird nach telefonischer Vereinbarung nicht nur das Fahrzeug, sondern auch kostenlos ein nichtbehinderter Pilotfahrer gestellt!

So interessant sich die Angebote aus dem Münsterland auch anhören, scheinen sie doch insgesamt nicht häufig genutzt zu werden, denn ein Teil des Angebotes ist schon verschwunden. Bei den meisten befragten Fahrradvermietern vermochten sich die Mitarbeiter kaum zu erinnern, wann sie zuletzt ein Rad an einen behinderten Interessenten ausgegeben haben. Symptomatisch für die geringen Aktivitäten in diesem Bereich ist sicher auch, dass die Informationsbroschüre für Behinderte aus den Jahren 1988/1989 stammt und seither nicht neu aufgelegt wurde.

Dies zeigt, dass solche Möglichkeiten zu selten sind, zu wenig bekannt gemacht werden und insofern von potentiellen Nutzern zu wenig wahrgenommen werden. Hinzu kommt noch der Gesichtspunkt, dass solche Angebote für Behinderte nur angenommen werden, wenn auch das Umfeld stimmt. Wie soll sich zum Beispiel ein Rollstuhlfahrer für eine Fahrradtour per Rollfiets begeistern, wenn er den Veranstaltungsort vor lauter baulichen und verkehrlichen Barrieren erst gar nicht erreicht oder an dem betreffenden Ort keine für ihn nutzbare Übernachtungsmöglichkeit findet!?

Wer sich beim Radeln mehr um Natur und Kultur als um Radreparaturen, mühselige Streckensuche und die Unterkunft für die nächste Nacht kümmern, wer kulinarische Attraktionen und eine gewisse Bequemlichkeit genießen will, für den bieten professionelle Reiseveranstalter organisierte und begleitete Fahrradreisen an.

Ein Veranstalter, der diese Vorteile bietet und seine Radreisen gezielt auf die Bedürfnisse behinderter Menschen ausrichtet, ist Rikania Reisen. Der junge Dortmunder Ingo Krzyzaniak möchte mit Gruppen von maximal 15 Personen, von denen zwei Drittel nichtbehindert sind, Reisen durch Norddeutschland, Dänemark und die Niederlande veranstalten. Die behindertengerechten Räder (Sesseldreiräder, Fahrrad-Rollstuhl-Kombinationen oder Tandems) stellt er ebenso zur Verfügung wie ein Begleitfahrzeug, Karten und einen Reiseleiter. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind von ihm gebucht und so ausgewählt, dass auch gehbehinderte beziehungsweise rollstuhlfahrende Personen gut zurechtkommen. Dass der Einzelne nicht durch die jeweiligen Strecken überfordert wird, dafür sorgt der Begleitbus oder auch die Möglichkeit, sich in der Gruppe bei der Beförderung Behinderter ablösen zu können.

Neben diesen Pauschalangeboten vermittelt Rikania Reisen auch noch andere Urlaubsreisen für Behinderte und verleiht Spezialräder an Behinderte, die auf eigene Faust Fahrradurlaub machen möchten. Bei diesen Angeboten gilt wie bei den meisten anderen hier beschriebenen Möglichkeiten, dass sie erst dann weiter ausgebaut und auch kostengünstiger werden können, wenn sie in stärkerem Maß in Anspruch genommen werden.

Als Fazit dieser Untersuchung wird deutlich, dass über die schon vorhandenen Angebote breiter informiert und an der Beseitigung unnötiger Hindernisse und Schaffung weiterer Möglichkeiten verstärkt gemeinsam gearbeitet werden muss. Dem ADFC fällt hier eine wichtige Aufgabe zu.

Vielleicht regen die Beiträge in dieser Broschüre den einen oder anderen dazu an, probeweise einige Fahrradtouren zu machen und zu sehen, welche positiven und negativen Erfahrungen sich dabei ergeben. Wenn von diesen RADGEBER-Lesern viele Rückmeldungen beim ADFC eintreffen, wird die nächste Ausgabe dieses Leitfadens detaillierter.

Es ist eine Herausforderung an alle Radfahrer, dem Motto unseres ersten Fachgruppen-lnfoblattes gerecht zu werden: VEREINT RADFAHREN!

Published inRund ums Rad
© Copyright by Stephan Jacobs 2015