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Ein Hobby für die Herbsttage oder wie ich zum Square Dance kam

Autor: Jasmin Müller

Sommer 2010: Ein Besuch auf dem Kölner Rodeo auf der Pferderennbahn in Köln Weidenpesch im schönsten Sonnenschein ließ mich darüber nachdenken, was wohl eine vielfältige Freizeitbeschäftigung für die kommenden Herbst- und Wintertage sein könnte. Irgendetwas, bei dem man trotz der dunkleren Stunden Spaß haben könnte…etwas, bei dem Körper und Geist beschäftigt sein würden…

Bullenreiten? Nö, eher nichts für mich. Dann vielleicht Pferdereiten? Nein, auch eher ein Traum… aber dann: musikalische Westernklänge von der Showbühne! Was geht da ab?

Ein sympathischer Mann lässt Musik aus einer Anlage laufen, macht englisch klingende Ansagen und 4 Tanzpaare bewegen sich dazu — Square Dance !

Cool: die acht Tänzer und Tänzerinnen sehen aus, als hätten sie Riesenspaß, sie bewegen sich mal schneller und mal langsamer und müssen wohl auch geistig fit sein, denn sie tanzen auf diese Ansagen!

Das ist es! Das will ich auch lernen! Wo muss ich hin? Wer weiß, wo man das lernen kann? Da, es laufen mehrere Menschen mit Infoblättchen herum: Eine Einladung zur Square Dance Ausbildung!

Toll! Die Ausbildung nennt sich Class und wird hier in Köln angeboten, soll circa 9 Monate dauern und einen Tanzpartner brauche ich auch nicht mitbringen! Es tanzen immer acht zusammen und zwar nach der Ansage von dem sympathischen Menschen mit der Musikanlage (es gibt dafür Frauen und Männer, diese nennen sich Caller). Gleich vor Ort konnte man es ausprobieren „Mitmachrunde“ haben sie es genannt: Schnell waren 7 andere Tanzfreudige gefunden und ab ging es: Circle left, allemande left und do si do hatten wir innerhalb von wenigen Minuten erklärt bekommen und schon waren wir in der Lage, den ersten, wenn auch simpelsten Tanzfiguren im Square Dance zu folgen…

Tja, das war der Anfang. Einige Zeit später habe ich mich dann beim Tanzverein

eingefunden und mich für die Class eingeschrieben. Von da an hieß es jede Woche einmal: Square Dance Training. Und was soll ich sagen: die dunkler und kürzer werdenden Tage wurden wahrlich aufgehellt: Spaß mit Anderen, gute Musik, körperliche und geistige Aktivität haben mich bis ins Frühjahr 2011 begleitet.

Zwischendurch war es echt schwierig: Ich wusste nicht, dass man mit seinen beiden Füßen und Armen bei rechts und links so ein Durcheinander veranstalten kann! Aber, die Kopf-Körperkoordination wurde dadurch immer besser geschult und die Square Dance Figuren klappten nach und nach immer flüssiger. Anfang Juni 2011 war es dann soweit. Unsere Ausbilder ließen uns zur „Graduation“ zu. Das ist die große Abschlussveranstaltung am Ende einer jeden Class und nach erfolgreichem Bestehen der letzten Prüfungen erhielt ich mein „Badge“. Dies ist ein Ausweis zum Anstecken, der beweist, dass ich eine Square Dance Class abgeschlossen habe und mit dem ich weltweit an allen Square Dance Veranstaltungen teilnehmen kann. Denn, wer es durch die Graduation geschafft hat, kann international tanzen, denn egal wo auf der Welt: Square Dance gibt es überall und die „calls“ sind immer die gleichen, ob in Köln, China, den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich oder sonst wo. Ach übrigens, hatte ich erwähnt, dass ich inzwischen mein Hobby auch im Sommer ausübe? Was als Beschäftigung für die trüben Tage startete, ist nun eine Ganzjahresbeschäftigung geworden.

Wenn ich jetzt jemanden neugierig gemacht habe:

Für weitere Infos empfehle ich die Website der Colonia Swingers

Viel Spaß, man sieht sich zum neuen Hobby!

Quelle: Square Up, Mitgliederzeitschrift der Colonia Swingers

Published inSquare Dance
© Copyright by Stephan Jacobs 2015